NPD Unterbezirk Heide/Wendland

13.12.2010

Lesezeit: etwa 3 Minuten

Reise nach Jerusalem

Mölzer, Strache und Co. in Israel – die Fronten sind jetzt klar

„Kaum sagt man die Wahrheit, schon ist man ein Verschwörungstheoretiker“, so könnte man es in Abwandlung eines Spontispruches aus den 70ern formulieren. Der Aufschrei auch patriotischer Gutmenschen ist noch gut in Erinnerung, als diese vor nicht allzu langer Zeit mit dem Vorwurf konfrontiert wurden, einer „Israel-Connection“ anzugehören. Es sei eine „Verschwörungstheorie“, daß der Kampf gegen die Überfremdung Europas durch zionistische Kreise zum Kampf gegen den Islam umfunktioniert würde.

War man in den Reihen gewisser „Rechtspopulisten“ bisher darauf bedacht, den prozionistischen und proamerikanischen Kurs durch lautes Geschrei gegen die islamische Gefahr zu übertönen, so ist die Katze nun aus dem Sack. Bedingungslos stellen sich Strache, Dewinter und Co. hinter die israelischen Ultras - auf den Spuren des Ex-Faschisten Fini wandelnd, der nach seinem Yad Vashem-Bußgang zum Außenminister Italiens aufsteigen durfte.

Verabschiedet wurde eine „Jerusalemer Erklärung“, die in einem uneingeschränkten Bekenntnis zum Existenzrecht Israels innerhalb sicherer und völkerrechtlich anerkannter Grenzen gipfelte. Das Existenzrecht Israels scheint keine selbstverständliche Sache zu sein, wenn es immer wieder so betont werden muß.

Was aber dem Faß endgültig den Boden ausschlug, ist die Tatsache, daß auch das jüdisch besetzte Westjordanland heimgesucht wurde, wo man es sorgsam vermied, den Kontakt zur geknechteten arabischen Bevölkerung zu suchen. Stattdessen wurden die jüdischen Landräuber (sogenannte »Siedler«) von FPÖ-Chef Strache hofiert: „Unser Herz ist mit Euch.“

Selbst von etablierten Systempolitikern gab es nie deutlichere Rückendeckung für das rechtswidrige Projekt Siedlungsbau. Der Abgeordnete Dewinter vom Vlaams Belang verstieg sich beim Besuch verschiedener Siedlungen zu der Bemerkung, daß „diese Berge Tel Aviv schützen“. Wegen der Geschichte und aus Sicherheitsgründen müsse Israel an den Siedlungen festhalten. Dewinter traf sich zudem mit einem Minister des rechtszionistischen Likud-Blocks. Der jüdische Minister verkünderte, die Aufgabe sei es, „gemeinsam gegen den Islam zu kämpfen“.

Die Palästina-Reise der populistischen Pseudopatrioten bedeutet eine neue Phase in der politischen Auseinandersetzung. Wer sich gegen die Landnahme fremder Völkerschaften in Europa ausspricht, kann nicht gleichzeitig die Vertreibung anderer Völker aus ihrer angestammten Heimat befürworten. Tut er das doch, sind offensichtlich fremde Interessen im Spiel.

Uns von der NPD erfüllt es mit Stolz, daß bei uns noch nicht einmal vorgefühlt wurde, ob wir denn mitreisen wollen. Nach dem verbrecherischen Überfall israelischer Soldaten auf die Hilfsflotte für Gaza hatte Holger Apfel im Sächsischen Landtag Israel als Schurkenstaat bezeichnet. Die Ansage hat den Adressaten offensichtlich erreicht.

Die NPD wird weiterhin auf der Seite der Völker stehen, vor allem der geteilten und unterdrückten, zu denen letztlich auch das deutsche Volk gehört. Den USA und ihrer Außenstelle im Orient ist zu wünschen, daß sie ebenso friedlich abtreten können wie vor nicht allzu langer Zeit die Sowjetunion. Israel wäre gut beraten, beizeiten auf das Angebot des libyschen Revolutionsführers Gaddafi einzugehen und das kostspielige Projekt „Judenstaat“ zugunsten eines anerkannten Minderheitenrechtes unter arabischer Oberhoheit aufzugeben.

Wir erleben nun eine Klärung der Fronten, dies ist zu begrüßen. Wer um kurzfristiger politischer Vorteile willen Grundsatzpositionen leichtfertig preisgibt, hat seine Glaubwürdigkeit verloren. Mit solchen Leuten kann es keine Zusammenarbeit geben.


Quelle: http://www.npd-in-rlp.de/

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