16.08.2010
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Mitglieder und Freunde des NPD-Unterbezirks Lüneburg in Bad Nenndorf
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Am Sonnabend hieß es Gesicht zeigen bei der Demonstration gegen das Vergessen des Alliierten Folterlagers in Bad Nenndorf.
Eine stattliche Anzahl Teilnehmer aus dem NPD-Unterbezirk Lüneburg (den Landkreisen Celle, Soltau-Fallingbostel, Lüchow-Dannenberg sowie Lüneburg) fuhr gemeinsam mit dem Unterbezirksvorstand und einer weiteren Reisegruppe aus dem NPD-Unterberzirk Stade nach Bad Nenndorf.
Rückblick: Das Kurhaus "Wincklerbad" in Bad Nenndorf wurde vom britischen Geheimdienst ab August 1945 beschlagnahmt und zu einem grausigen Folterlager umfunktioniert. Die Badinstallationen wurden aus den gekachelten Räumen demontiert, Stahltüren eingebaut und verschiedene Folterinstrumente aufgestellt. Rund zwei Jahre lang wurden deutsche Soldaten, aber auch vermeintliche Sowjetspione, grausam gefoltert und schwer misshandelt. Viele erlagen ihren Misshandlungen. Insgesamt 372 Männer, Frauen und sogar Kinder waren im Wincklerbad den sadistischen Foltermethoden ihrer britischen Peiniger ausgesetzt. Ein antifaschistischer Insasse sagte später aus, er habe selbst in über zwei Jahren Gestapo-Haft niemals eine solche Behandlung erfahren müssen, wie im britischen Folterlager Wincklerbad.
Die Namen der Täter sind heute sehr wohl bekannt, auch wenn die britische Regierung die Akten über das ganze Ausmaß des Verbrechens immer noch unter Verschluss hält. Seitens bundesrepublikanischer Behörden und Politiker besteht jedoch kein Interesse an der weiteren Aufklärung, an Konsequenzen oder an der Schaffung eines würdigen Ehrenmals für die Opfer – sie wollen nichts unternehmen, was ihr auf Lügen aufgebautes Nachkriegskartenhaus zum Einsturz bringen könnte. Denn Verbrechen der Sieger nach dem Zweiten Weltkrieg soll es nicht gegeben haben. Wir wissen, dass es eine tausendfache Lüge ist.
Schon im fünften Jahr in Folge konnte mit dem Trauermarsch die Mauer des Schweigens und der Lüge um Alliierte Verbrechen in Bad Nenndorf durchbrochen werden. Wie tief offensichtlich diese Wunde ist, in der man den Finger durch das Brechen der Schweigespirale legte, mag man daran erkennen, dass in diesem Jahr erstmals auch rechtswidrige Redeverbote verhängt wurden.
Die ehrwürdige Zeitzeugin und betagte Dame Frau Ursula Haverbeck und der anerkannte Historiker Dr. Rigolf Henning waren davon betroffen. So groß ist offensichtlich die Angst vor der Wahrheit.
Wir erinnern hierbei noch einmal an das Grundrecht der freien Meinungsäußerung im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland.
Am Ende bleibt die Erkenntnis, dass jeder Teilnehmer, der auch aus dem NPD-Unterbezirk Lüneburg mit dabei war, dazu beiträgt, dass die Wahrheit auch zukünftig nicht unterdrückt werden kann. In keinem Land der Welt. Irgendwann kommt sie ans Tageslicht.
Bad Nenndorf, Abu-Ghraib, Guantanamo ... und sie foltern weiter.