28.10.2011
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Lüneburgs Professoren der Universität wollen jetzt fast 50% mehr Gehalt
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Lüneburgs Professoren der Universität wollen mehr Geld
Wer hätte das für möglich gehalten: Die Professoren in Lüneburgs selbsternannter Eliteuniversität verdienen zu wenig.
Derzeit liegt das Grundgehalt bei 5.249,24 Euro plus so genannte Funktionsleistungsbezüge.
„Eindeutig zu wenig!“, so die Unispitze. Sie wollen auf 7.900 Euro monatlich aufstocken. Deshalb gab’s jetzt eine entsprechende Forderung an den Stiftungsrat der Uni.
Als Kreistagsabgeordneter und Normalverdiener möchte ich wissen, welche Leistung eine solche Forderung eines überzogenen Managergehalts rechtfertigt?
Wieso nehmen sich diese Menschen heraus, die geistige Arbeit so weit über die Arbeit z. B. eines schaffenden Handwerkers oder einer in der Gesundheitspflege tätigen Person zu stellen?
Es gibt keine nachvollziehbare Rechtfertigung dafür. Viele Gelder der Universitäten sind zudem Steuergelder. Selbst der Bau der Uni wird vom Kreis Lüneburg bezuschusst mit Millionen, weil das Geld sonst nicht reicht.
Gelder, die vom Handwerker, vom Arbeiter oder der Arbeiterin, oder auch vom mittelständischen Betrieb der Region erst erwirtschaftet werden. Somit haben diese Menschen ein Anrecht darauf, eine Verhältnismäßigkeit einzufordern. Das Zauberwort ist das der Solidargemeinschaft. Das gesellschaftliche Zusammenleben kann nur funktionieren, wenn das Gleichgewicht der Verhältnismäßigkeit in allen Bereichen und auf allen Ebenen der hier in Deutschland lebenden Bürger nachvollziehbar bleibt. Und das betrifft natürlich auch Gehälter, die aus Steuergeldern bezahlt werden.
Diese Forderungen gehören angeprangert und die Personen, die diese Forderungen stellen, gehören „geerdet“, oder wie man auch sagt: „auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt“.
Wir werden mit einer Aktion dafür sorgen, dass die Professoren, zumindest von uns, Gegenwind ernten werden.
Christian Berisha, seit 2006 Abgeordneter im Lüneburger Kreistag