05.01.2012
Sowohl illegal, als auch sinnlos
Seit einigen Tagen wird erneut über angebliche Einbrüche in NPD-Server berichtet. Die verantwortliche Gruppe Krimineller verbreitet seitdem auf einer Internet-Seite namens „Nazi-Leaks“ diverse Informationen, die von NPD-Servern und anderen Systemen heimattreuer Organisationen stammen sollen.
Ende des vergangenen Jahres gab es tatsächlich verschiedene Versuche, in Server der NPD einzubrechen. Hierbei wurden allerdings keine wichtigen Daten beschädigt oder entwendet.
Dazu erklärte Matthias Faust, NPD-Netzdienst:
„Die auf der Seite „Nazi-Leaks“ zusammengetragenen Daten stammen allesamt aus früheren Hacker-Angriffen. Auf den von außen erreichbaren EDV-Systemen der NPD werden keinerlei vertrauliche Daten gespeichert. Einbruchsversuche sind daher sinnlos und können als reine Zerstörungswut gewertet werden.
Selbstverständlich werden derartige Versuche von uns ausnahmslos zur Anzeige gebracht.“
Die in diesem Zusammenhang präsentierte angebliche „NPD-Spenderliste“ wurde in gleicher Form bereits im Juni 2011 als vermeintliches Ergebnis eines Einbruchs präsentiert. Schon damals machte die Partei deutlich, dass es sich nicht um einen authentischen Datenbestand handelt. Wer diese Liste zusammengestellt hat und von wann die Daten darin stammen ist unklar. Zudem wurden und werden Spender in dieser Form nicht in der EDV der Partei geführt. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass eine solche Liste von Dritten zusammengetragen und in Umlauf gebracht wurde, um potentielle NPD-Spender abzuschrecken.
Berlin, 5. Januar 2012
Frank Franz
NPD-Bundespressesprecher