04.01.2012
Im Alter von 93 Jahren ist am 2. Januar 2012 Primarius Dr. Otto Scrinzi verstorben. Dr. Scrinzi war von 1966-1979 Nationalratsabgeordneter der Freiheitlichen Partei Österreichs, u.a. bekleidete er die Funktion des stellvertretenden FPÖ-Klubobmanns. Im Jahr 1986 kandidierte er für das Amt des Bundespräsidenten.
Später widmete er sich vor allem der Publizistik, war als Buchautor und Herausgeber der Monatszeitschrift „Die Aula“ tätig. Die Gesellschaft für freie Publizistik (GfP) würdigte seine Leistungen und Verdienste im Frühjahr 2011 mit dem Ulrich-von-Hutten-Preis. Im Zweiten Weltkrieg wirkte Dr. Scrinzi als Truppenarzt und Frontkämpfer. Er wurde dabei schwer verwundet und erhielt zahlreiche militärische Auszeichnungen, so u.a. das Eiserne Kreuz II. Klasse und das Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern. In seiner Südtiroler Heimat arbeite er in der Unterdrückungszeit als sogenannter Katakombenlehrer und sorgte so für den heimlichen Deutschunterricht der einheimischen Kinder.
Der NPD-Parteivorsitzende Holger Apfel erklärte zu dem Verlust für das nationale Lager in Berlin:
„Wenngleich Herr Dr. Scrinzi ein gesegnetes Alter erreicht hat, war ich über die Nachricht von seinem Tod sehr betroffen. Für mich verbindet sich mit seinem Namen die Erinnerung an sehr angenehme Begegnungen, nachdem wir uns beim Freiheitlichen Kongreß der Deutschen Stimme 2004 persönlich kennenlernten, wo er als Redner auftrat. In den Folgejahren stand ich immer wieder in Korrespondenz mit ihm.
Anders als andere Freiheitliche kannte Dr. Otto Scrinzi keine Berührungsängste zum volkstreuen Lager in der Bundesrepublik; er war auch mehrfach Gast bei den Jahreskundgebungen der Deutschen Volksunion in Passau.
Dr. Scrinzi war eine auch im hohen Alter beeindruckende, geradlinige und entschlossen auftretende Persönlichkeit. Er verkörperte wie kaum ein anderer das ‚deutsch-nationale Gewissen’ der Freiheitlichen. Sein Tod reißt eine große Lücke in das national-freiheitliche Lager in Österreich.
Meine Anteilnahme gilt seiner Familie, seinen Angehörigen und seinen politischen Weggefährten. Für sein Lebenswerk gebührt ihm unser tiefer Respekt!“
Berlin, 4. Januar 2012