30.05.2011
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AKW Krümmel bleibt abgeschaltet
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Das AKW Krümmel geht nun nicht mehr ans Netz. Auch im Kreistag Lüneburg wurden in den vergangenen Jahren immer wieder Willensbekundungen dazu abgegeben. Die Willensbekundung, das AKW sei unsicher. Die Willensbekundung, der Landkreis möchte eine schnellstmögliche Abschaltung oder die Willensbekundung, der Betreiber kann für die Sicherheit nicht mehr sorgen.
Wir sind froh, dass das AKW Krümmel nun nicht mehr im Betrieb ist. Doch hat uns Mitglieder im NPD-Unterbezirk in der Vergangenheit missfallen, dass oft eine unsachliche Darstellung um das Thema stattgefunden hat, leider auch in den Parlamenten. Gefühlsregungen sind in der nüchternen wissenschaftlichen Betrachtung solcher schwierigen Themen fehl am Platz. Sie hindern bei der gedanklichen Erörterung des Für und Wider bei der politischen Standortbestimmung.
Jetzt haben wir im Landkreis als Elbanrainer daraus folgend ein weiteres Problem – das des Rückbaus der Anlage.
Laut uns vorliegenden Informationen sind die für einen Rückbau von Atomanlagen spezialisierten Unternehmen derzeit nicht in der Lage, weitere Aufträge anzunehmen. Das Auftragsfassungsvermögen ist voll ausgeschöpft.
Daraus ergeben sich kritische Situationen, die zu lösen sind und die Bevölkerung im Umkreis betrifft.
Das ist nur die eine Folge. Eine weitere Folge wird sein, dass der Stromimport für Deutschland zunimmt – Atomstrom, vor allem aus Frankreich, wird uns geliefert. Dort werden Atomkraftanlagen weiter gebaut. Deutschland ist keine Insel der Glückseeligen.
Die NPD steht diesen aufgeregten Sofortmaßnahmen kritisch gegenüber. Politik muss weiter berechenbar bleiben, für Unternehmen und für die Bevölkerung. Das ist sie leider schon lange nicht mehr.
Christian Berisha, Kreistagsabgeordneter Lüneburg