01.06.2011
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Die Elbbrücke wird wohl nie gebaut - Lüneburger Grüne im Ausschuss weiter dagegen
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Die Elbbrücke im Landkreis Lüneburg wird wohl nie gebaut werden. Das ist die Auffassung des Kreistagsabgeordneten Berisha nach letztem Besuch des Ausschuss für Raumordnung, Wirtschaft, Touristik, Verkehrsplanung und ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr).
Laut Information von SPD-Landrat Nahrstedt hat Niedersachsens Verkehrsminister Bode (FDP) zwar noch einmal 1,0 Million Euro zu den Planungskosten hinzugetan, aber mehr als jetzt 2,3 Millionen wird es aus Hannover für das Vereinigungsbauwerk, wie es Anfang der 90er Jahre noch hieß, nicht geben.
Bereits bei höchstens kalkulierbaren Gesamtbaukosten von 45 Millionen Euro ist laut Verkehrsminister sowie Landrat Nahrstedt die „Finanz-Reißleine“ bereits schon sichtbar.
Es wird keine Unterstützung vom Bund geben, dessen ist sich Nahrstedt sicher.Und diese Summe ist knapp kalkuliert, wie man den Ausschussmitgliedern berichtete.
Genauso, wie das in der Vergangenheit schon immer von vielen Bürgern gesagt wurde – der echte Wille, die Brücke zu bauen, ist seitens des Bundes nicht da.
Die Grünen haben im Ausschuss erneut klar gemacht, dass eine Brücke aus deren Sicht nicht sinnvoll sei. Man versucht auf Zeit zu spielen, die Kosten sind in den letzten 10 Jahren so bereits um fast 50% gestiegen.
Wir spekulieren mal; das könnte bedeuten, dass die Grünen mit allen Mitteln versuchen werden, z.B. durch Sichten seltener Ameisen und Vogelnester, für Baustopps zu sorgen.
Das treibt die Kosten in die Höhe.
Wird die Brücke nicht gebaut, so kann die regierende Landes-CDU im Nachhinein behaupten, sie hätten das Projekt immer unterstützt, wie die 2,3 Millionen Finanzspritze gezeigt hätte.
Die SPD und ihr Landrat werden argumentieren, sie haben bis zum Schluss dafür gekämpft, nur eben vergebens. Die geschätzten Unterhaltungskosten der Brücke in Höhe von 900.000 Euro im Jahr könne der Landkreis nicht übernehmen, das müsse der Bürger verstehen.
Und der Bund wird sagen, er hätte dafür keine Gelder, da diese für Griechenland, Irland, Portugal und wer weiß, vielleicht auch noch für Spanien benötigt werden.
Auf Nachfrage von Christian Berisha, ob denn noch vor der Kommunalwahl eine Summe feststellbar wäre, verneinte Landrat Nahrstedt. Wahrscheinlich wäre eine endgültige Entscheidung in Sachen Brückenbau erst nach der nächsten Landtagswahl 2013 zu erwarten. Das glauben wir ihm glatt.
Ein Schelm wer da Böses denkt. Die Verlierer sind die Menschen jenseits der Elbe im Amt Neuhaus. Sie wurden von Anfang an an der Nase herumgeführt.